Loslassen, wie geht das?

Fällt es dir gerade schwer, von Dingen und Situationen loszulassen? Bist du ständig am Grübeln und suchst nach Möglichkeiten, dich von dem, was dich belastet, zu befreien? Dein Körper und dein Geist sind schon vollkommen angespannt. Du kannst dich tagsüber gar nicht mehr richtig konzentrieren. Das Einschlafen am Abend fällt dir schwer. Du wirst ständig in der Nacht wach, knirscht schon mit den Zähnen, ohne dass du es merkst. Und dein Kopf will oder kann einfach nicht abschalten. Ständig bist du damit beschäftigt, wie du die Situation für dich verändern kannst.

Wie kann ich loslassen und aufhören ständig zu grübeln?

"Lass doch mal los."

Wie oft hörst du diese Ansage, von jemandem, der es gut mit dir meint. Doch hilfreich ist es nicht. Das klingt so einfach und ist doch so schwer. Oft sind es Dinge von Außen, die dich am Loslassen hindern. 

Vielleicht bist du der Typ Mensch, der ständig über eine Sache Stunden, Tage oder sogar Wochen  grübelt und kannst doch an der Situation nichts ändern. Meist erst, wenn du dich nicht mehr handlungsfähig fühlst, beginnst du allmählich loszulassen.

Was hält dich fest und warum kannst du nicht loslassen?

Es sind deine Gedanken und Gefühle, die dich an eine Sache oder Person binden.  Etwas wurde dir von Außen entgegen gebracht, womit du nicht einverstanden bist. Unschöne Gefühle und Gedanken tauchen auf, die in dir einen innerlicher Widerstand erzeugen und dich in deinem Handeln blockieren. Die vorliegende Situation willst du nicht annehmen. Du willst sie nicht fühlen und du willst sie weghaben. 

Wenn bisher dein Leben recht friedlich war, willst du, dass alles so bleibt, wie es war. Doch leider bleibt nichts so, wie es war. Alles im Leben verändert sich und ist in einem ständigen Wandel. Nach Faust: "Alles, was entsteht, ist Wert, dass es zu Grunde geht." Doch du bist gerade in dieser Situation nicht bereit, es so für dich anzunehmen.  Das Annehmen der Veränderung ist dein Problem. Und solange du nicht annehmen kannst, stehst du in Unfrieden mit dir und der Situation. Massiver Stress taucht in dir auf. Du fühlst dich überfordert und der macht allmählich, wenn er länger anhält, krank. Folgen können dann zum Beispiel Bluthochdruck, Burnout, Depressionen, Verspannungsschmerzen, Krebs und Herzerkrankungen usw. sein.

Was können wir also tun?

Das wichtigste ist, sich bewusst dafür zu entscheiden, eine Situation so anzunehmen, wie sie ist. Solange wir nicht bereit sind, kommt das Loslassen nicht zu Stande.

Also oberste Regel: Annehmen.

Das heißt nicht unbedingt, dass du mit der Situation, wie sie gerade ist, zufrieden sein musst. Es geht nur darum, dass du akzeptierst, dass die Situation jetzt so ist, wie sie ist. Und dich fragst, was mache ich jetzt damit? Sieh dich nicht als Opfer dieser Situation, sondern sieh es als Herausforderung, an der du jetzt geistig und emotional wachsen darfst. Nicht der andere ist Schuld an deinem Elend, sondern du stehst vor der Herausforderung, etwas in deinem Leben jetzt ändern zu müssen. Oft braucht es etwas von außen, damit wir uns weiterentwickeln können oder vielleicht auch sollen. Und wenn du das für dich annehmen kannst, dann verliert sich auch das Grübeln, was eh nichts bringt, und du kommst ins handeln. Du kommst aus deinem passiven gelähmten Zustand in das aktive Handeln.

Also Annahme: Die Situation ist so, wie sie ist. Und was mache ich jetzt daraus? 

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Loslassen 5 Minuten in der Stille
Was darfst du heute alles Loslassen?

Was gibt es für Möglichkeiten. um dieses Problem zu lösen?

  • Zuerst beginne zu recherchieren, um zu erfassen, welche Möglichkeiten dir in dieser Situation zur Verfügung stehen. Das Internet und inzwischen für viele auch die KI bieten zahlreiche Informationen in Bezug auf dein Problem. 
  • Kläre die Angebote und Möglichkeiten, inwieweit sie von Bedeutung für dich sind.
  • Sprich mit Freunden über dein Problem. Oft kommst du über das Sprechen deines Problems zu Lösungen.
  • Hast du zahlreiche Informationen gesammelt, dann kannst du die Vor- und Nachteile für dich abwägen.
  • Wenn du nicht alleine klar kommst, dann suche dir Hilfe und Unterstützung bei Personen, die dir vielleicht weiterhelfen können. Du kannst du dir auch einen Coach hinzuziehen, der dich bei der Lösungssuche unterstützt.
  • Nutze Entspannungsmethoden, die dir dabei helfen, den Stress von außen, innerlich zur Ruhe zu bringen.
  • Baue Stopptechniken ein, damit das Grübeln seine macht verliert.
  • Geh raus in die Natur. 
  • Beschäftige dich mit Dingen oder Menschen, die dir aktuell gut tun. 
  • Nimm dir bewusst Auszeiten, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen.

Tipp für Personen, die Erfahrung mit Meditation haben

Nimm eine entspannte Körperhaltung ein, am besten sitzend. Schließe deine Augen. Atme ein paar Mal tief ein und aus und gehe geistig in diese Situation, die dir nicht gut tut. Stell dir die Person oder die Sache vor, die dir nicht gefällt und dich zutiefst emotional belastet. Und jetzt sage dir: "Ich erlaube mir, dass diese Gefühle jetzt alle da sein dürfen. Ich gebe meinen Gefühlen jetzt Raum." Und egal, was da kommt. Es darf jetzt da sein. Da kann jetzt alles Mögliche hochkommen. Wut, Trauer, Zorn, Angst, Tränen und, und, und. Lass es da sein. Drücke deine Emotionen nicht weg. Am Anfang ist es heftig. Doch nach einer Weile wirst du merken, dass es ruhiger wird und sich immer mehr Frieden und Entspannung in dir einstellt.
Gefühle wollen fließen. Und dieses Fließen bringt alles ins Gleichgewicht. Und Gleichgewicht schafft inneren Frieden. Du wirst dann merken, dass eine angeblich negative Situation gar nicht mehr so schlimm ist. Oder es dir leichter fällt, dich auch von bestimmten Dingen und Personen zu lösen. Du kommst zu einen Annehmen der Situation und kannst Dinge so sein lassen, wie sie sind. Annehmen, was ist. Und das Annehmen bereitet dir den Frieden und das Loslassen.

Gerne kannst du im Kommentarfeld, weitere Gedanken zu diesem Thema hinterlassen.

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